BEGRIFFE DER ELEKTROTECHNIK MIT DEM ANFANGSBUCHSTABEN F

 F  F  F 

Von F wie Fehlerstrombis W wie Widerstand

 

 

 

 

 

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Fehlerspannung | fault voltage | tension de défaut

Fehlerspannung in der Elektrotechnik

Spannung zwischen einer gegebenen Fehlerstelle und
der Bezugserde bei einem Isolationsfehler.

Voltage between a given point of fault and reference
earth resulting from an insulation fault.
Tension entre un point de défaut donné et la terre de référence,
consécutivement à un défaut de l’isolation.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06
Fehlerstrom | fault current | courant de défaut

Fehlerstrom in der Elektrotechnik

Strom,
der über eine gegebene Fehlerstelle aufgrund eines Isolationsfehlers fließt.

Current which flows across a given point of fault
resulting from an insulation fault.
Courant s’écoulant en un point de défaut donné, consécutivement
à un défaut de l’isolation.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

Fehlerschutz | fault protection | protection en cas de défaut

Fehlerschutz in der Elektrotechnik

Schutz gegen elektrischen Schlag unter den Bedingungen eines Einzelfehlers.

ANMERKUNG
Im Allgemeinen entspricht bei Niederspannungsanlagen,
-netzen und -betriebsmitteln der Fehlerschutz
dem Schutz bei indirektem Berühren,
vornehmlich im Hinblick auf einen Fehler der Basisisolierung.

Protection against electric shock under single-fault conditions.

NOTE
For low-voltage installations, systems and
equipment, fault protection generally corresponds to
protection against indirect contact, mainly with regard to
failure of basic insulation.

Protection contre les chocs électriques dans des conditions de
défaut simple.

NOTE
Pour les installations électriques à basse tension, les systèmes et les matériels, la protection en cas de défaut correspond généralement à la protection contre les contacts indirects,
principalement pour ce qui concerne un défaut de l’isolation principale.

Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

fremdes leitfähiges Teil | extraneous-conductive-part | élément conducteur étranger

Fremdes leitfähiges Teil in der Elektrotechnik

Leitfähiges Teil,
das nicht zur elektrischen Anlage gehört,
das jedoch ein elektrisches Potential,
im Allgemeinen das einer örtlichen Erde,
einführen kann.

Conductive part not forming part of the electrical
installation and liable to introduce an electric
potential, generally the electric potential of a
local earth.
Partie conductrice ne faisant pas partie de l’installation
électrique et susceptible d’introduire un potentiel
électrique, généralement celui d’une terre locale.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

Fundamenterder | foundation earth electrode | prise de terre à fond de fouille

Fundamenterder in der Elektrotechnik

Leitfähiges Teil,
das unter einem Gebäudefundament in das Erdreich oder
bevorzugt im Beton eines Gebäudefundamentes,
im Allgemeinen als geschlossener Ring, eingebettet ist.
ANMERKUNG
Siehe auch DIN 18014.

Conductive part buried in the soil under a building
foundation or, preferably, embedded in concrete of a
building foundation, generally in form of a closed loop.
Partie conductrice incorporée dans le sol sous les fondations
d’un bâtiment ou, de préférence, dans le béton des fondations
d’un bâtiment, généralement en forme de boucle.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

Funktionserdung | functional earthing | mise à la terre pour des raisons fonctionnelles

Funktionserdung in der Elektrotechnik

Erdung eines Punktes oder
mehrerer Punkte eines Netzes,
einer Anlage oder eines Betriebsmittels
zu anderen Zwecken als die elektrische Sicherheit.

Earthing a point or points in a system or in an
installation or in equipment for purposes other than
electrical safety.
Mise à la terre d’un ou de plusieurs points d’un réseau, d’une
installation ou d’un matériel pour des raisons autres que la
sécurité électrique.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

Funktionspotentialausgleich | functional-equipotential-bonding | liaison équipotentielle fonctionnelle

Funktionspotentialausgleich in der Elektrotechnik

Potentialausgleich aus betrieblichen Gründen,
aber nicht zum Zweck der Sicherheit.

Equipotential bonding for operational reasons other
than safety.
liaison équipotentielle réalisée à des fins fonctionnelles autres
que la sécurité.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

Funktionserdungsleiter | functional earthing conductor | conducteur de mise à la terre fonctionnelle

Funktionserdungsleiter

Erdungsleiter zum Zweck der Funktionserdung.

Earthing conductor provided for functional earthing.
Conducteur de mise à la terre utilisé pour la mise à la terre fonctionnelle.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

Funktionspotentialausgleichsleiter | functional bonding conductor | conducteur de liaison fonctionnelle

Funktions-
potentialaus-
gleichsleiter in der Elektrotechnik

Leiter zum Zweck des Funktionspotentialausgleichs.

Conductor provided for functional-equipotentialbonding.
Conducteur prévu pour réaliser une liaison équipotentielle fonctionnelle.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

Funktionspotentialausgleichsanlage | functional equipotential bonding system | réseau équipotentiel fonctionnel

Funktions-
potentialaus-
gleichsanlage in der Elektrotechnik

Potentialausgleichsanlage, die Funktionspotentialausgleich herstellt.

Equipotential bonding system providing functionalequipotential-
bonding.
Réseau équipotentiel assurant une liaison équipotentielle
fonctionnelle.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

fest angebrachtes elektrisches Betriebsmittel - fest angebrachtes Betriebsmittel | fixed equipment | matériel installé à poste fixe

Fest angebrachtes
elektrisches
Betriebsmittel in der Elektrotechnik

Elektrisches Betriebsmittel, das auf einer Haltevorrichtung angebracht oder
in einer anderen Weise fest an einer bestimmten Stelle montiert ist.

Electric equipment fastened to a support or otherwise
secured in a specific location.
Matériel électrique scellé à un support ou fixé d’une autre
manière à un endroit précis.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

Freileitung | overhead line | ligne aérienne

Freileitung in der Elektrotechnik

Eine elektrische Anlage zur Stromversorgung im Freien,
bestehend aus Stützpunkten – Maste und
deren Gründungen, Dachständer, Konsolen und dergleichen –,
oberirdisch verlegten Leitern mit Zubehör, Isolatoren
mit Zubehör und Erdungen.

Not yet defined internationally.
Pas encore défini au niveau international.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

feuchter Raum

Feuchter Raum
in der
Elektrotechnik

Raum oder ein bestimmter Bereich innerhalb eines Raums,
in dem die Sicherheit der elektrischen Betriebsmittel
durch Feuchtigkeit, Kondenswasser oder ähnliche klimatische Einflüsse beeinträchtigt werden kann.

Not yet defined internationally.
Pas encore défini au niveau international.
Quelle: DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06

 

Formelzeichen

Formelzeichen
in der
Elektrotechnik

IE
Teil des Erdfehlerstroms im Hochspannungsnetz,
der durch die Erdungsanlage der Transformatorstation fließt;

RE
Widerstand der Erdungsanlage der Transformatorstation;

RA
Widerstand der Erdungsanlage der Körper der Betriebsmittel in der Niederspannungsanlage;

RB
Widerstand der Erdungsanlage des Neutralleiters im Niederspannungsnetz für Niederspannungsnetze,
bei denen die Erdungsanlage der Transformatorstation und
die des Neutralleiters elektrisch unabhängig voneinander sind;

U0 in TN- und TT-Systemen:
Nennwechselspannung zwischen einem aktiven Leiter und Erde;

U0 in IT-Systemen:
Nennwechselspannung zwischen einem aktiven Leiter und dem Neutralleiter oder
dem Mittelpunktleiter, je nachdem, was zutrifft;

Uf
Fehlerspannung im Niederspannungsnetz zwischen Körpern und Bezugserde während der Fehlerdauer;

U1
betriebsfrequente Beanspruchungsspannung zwischen dem Außenleiter und
den Körpern der Nieder-spannungsbetriebsmittel in der Transformatorstation während der Fehlerdauer;

U2
betriebsfrequente Beanspruchungsspannung zwischen dem Außenleiter und
den Körpern der Nieder-spannungsbetriebsmittel in der Niederspannungsanlage während der Fehlerdauer.

ANMERKUNG 1
Die betriebsfrequente Beanspruchungsspannung (U1 und U2) ist die Spannung,
die an Niederspannungsbetriebsmitteln und
an im Niederspannungsnetz angeschlossenen Überspannungsschutzeinrichtungen anliegt.

Die folgenden zusätzlichen Formelzeichen werden für IT-Systeme verwendet,
in denen die Körper der Be-triebsmittel der Niederspannungsanlage
mit einer Erdungsanlage verbunden sind,
die elektrisch unabhängig von der Erdungsanlage der Transformatorstation ist:

Ih
Fehlerstrom, der durch die Erdungsanlage der Körper der Betriebsmittel der Niederspannungsanlage während der Zeit fließt, in der gleichzeitig ein Fehler im Hochspannungsnetz und
ein erster Fehler in der Niederspannungsanlage vorliegen;

Id
Fehlerstrom nach DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06, 411.6.2,
der durch die Erdungsanlage der Körper der Niederspannungsanlage während
eines ersten Fehlers im Niederspannungsnetz fließt (siehe Tabelle 44.A1);

Z
Impedanz (z. B. der Wechselstrominnenwiderstand des Isolationsüberwachungsgerätes (IMD) oder
die Impedanz des künstlichen Sternpunktes) zwischen dem Niederspannungsnetz und
einer Erdungsanlage.

ANMERKUNG
Erdung des IT-Systems über eine ausreichend hohe Impedanz wird in Deutschland nur
für Mess- oder Funktionszwecke angewendet.

ANMERKUNG 2
Eine Erdungsanlage darf von einer anderen Erdungsanlage als elektrisch unabhängig angesehen werden, wenn ein Potentialanstieg gegen Erde in einer der Erdungsanlagen nicht zu einem inakzeptablen Potentialanstieg gegen Erde in der anderen Erdungsanlage führt, siehe DIN EN 50522 (VDE 0101-2).

Quelle: DIN VDE 0100-442 (VDE 0100-442):2013-06

 

Frequenz

Frequenz in der Elektrotechnik

Wenn die Frequenz Einfluss auf die Eigenschaften eines Betriebsmittels hat,
so muss die Bemessungsfrequenz
des Betriebsmittels der Frequenz des Stromes
in dem betreffenden Stromkreis entsprechen.

Quelle: DIN VDE 0100-510 (VDE 0100-510):2014-10

 

Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD)

Fehlerstrom-
Schutzeinrichtung
(RCD)

Mechanisches Schaltgerät, das vorgesehen ist, unter bestimmungsgemäßen Betriebsbedingungen
Strom einzuschalten, zu führen und auszuschalten und die Schaltglieder zu öffnen,
wenn der Fehlerstrom unter
festgelegten Bedingungen einen vorgegebenen Wert erreicht.

Anmerkung 1 zum Begriff:
Eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung kann eine Kombination
unterschiedlicher getrennter Bauteile sein, die bestimmt sind, den Fehlerstrom nachzuweisen und
zu bewerten bzw. den Strom ein- und auszuschalten.

Anmerkung 2 zum Begriff:
Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) schließt Einrichtungen wie beispielsweise Fehlerstromschutzschalter (RCCB), Fehlerstrom-Schutzschalter mit Überstromauslöser (RCBO), Leistungsschalter mit integriertem Fehlerstromschutz (CBR) und
modulare Fehlerstromgeräte (MRCD) ein.
Tabelle 536.2 – dieser Norm gibt Informationen zu
den unterschiedlichen Einrichtungen an,
die der generischen Hauptfunktion entsprechen.

Quelle: DIN VDE 0100-530 (VDE 0100-530):2018-06

 

Folgestromlöschfähigkeit
 

(en: follow current interrupt rating)

Folgestrom-
lösch-
fähigkeit in der Elektrotechnik

Ifi unbeeinflusster Kurzschlussstrom, der von der Überspannungs-Schutzeinrichtung (SPD) selbständig und
ohne Abtrennung unterbrochen werden kann.

    Quelle: DIN VDE 0100-534 (VDE 0100-534):2016-10

 

Freischalten

Freischalten
in der
Elektrotechnik

Allseitiges Ausschalten oder Abtrennen eines Betriebsmittels oder
eines Stromkreises von anderen Betriebsmitteln oder
Stromkreisen durch Trennstellen,
die den zu erwartenden Spannungsunterschieden zwischen
dem Betriebsmittel oder dem Stromkreis und
anderen Stromkreisen standhalten können.

Anmerkung 1 zum Begriff:
Dies betrifft alle nicht geerdeten Einzelleiter.

Quelle: DIN VDE 0105-100 (VDE 0105-100):2015-10
Freischalten

Freischalten
in der
Elektrotechnik

Allseitiges Ausschalten oder Abtrennen eines Betriebsmittels oder
eines Stromkreises von anderen Betriebsmitteln oder
Stromkreisen durch Trennstellen,
die den zu erwartenden Spannungsunterschieden zwischen
dem Betriebsmittel oder dem Stromkreis und
anderen Stromkreisen standhalten können.

Anmerkung 1 zum Begriff:
Dies betrifft alle nicht geerdeten Einzelleiter.

Quelle: DIN VDE 0105-100 (VDE 0105-100):2015-10

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